Winter

Doch das ist noch lange kein Grund sich auszuruhen.
Gerade zum Ende des Herbstes, zu Beginndes Frühwinters sollten wir Vorbereitungen treffen, die kommende harte Jahreszeit bestmöglich für unsere Tiere einzurichten.

Welche Probleme werden auf uns warten?
zermatschte Ausläufe, zugefrorene Tränken, erfrorene Kämme und vieles mehr.

Zuerst sollten wir unseren Tiere durch die zusätzliche Gabe von Vitaminen und abwechslungsreicher Nahrung über die Zeit der Mauser ( Wechsel des verschlissenen Federkleides) helfen, denn manchmal kommt der Winter schnell und einige Tiere sind noch nicht mit der Mauser fertig.
In Vorbereitung auf die Frosttage schauen wir uns die Tränk- und Futtergefäße an. Ton oder Glasnäpfe werden kaputtfrieren oder sich nicht aufhacken lassen. Wir sollten schauen das genügend Plastiknäpfe vorhanden sind, auch ist es angebracht sich bereits jetzt um elektrische Tränkenwärmer zu bemühen. Diese kosten nichtmal 15 Euro und sind in verschiedenen Qualitäten zu haben. Heizkabel gibt es auch bereits ab 7 Watt . Vom ständigen nachgießen heißen Wassers ist unbedingt Abstand zu nehmen. Denn gerade bei Hühnern sind die Kämme kalt, wodurch das zu heiße und dampfende Wasser verdampft und an den kalten Kämmen kondensiert. Die nassen Kämme bekommen dann leicht Erfrierungen. Bei Rassen mit besonders großen Kämmen ist es von Vorteil an Frosttagen die Kämme mit Vaseline oder Melkfett einzureiben.

Für den Stall sollte genügend Einstreu und Stroh, welches man auch jetzt kaufen sollte, sofern noch nicht erledigt, vorhanden sein. Sehr gut hat meinen Tieren immer Apfelessig getan. Dieser desinfiziert das Tränkwasser, stärkt das Immunsystem und beugt Krankheiten vor. Da im Herbst genügend Falläpfel vorhanden waren, ist es ein Leichtes diesen selbst herzustellen. Bei Nurhühnerhaltung kann man auch mit Blautinktur das Trinkwasser desinfizieren, nur vertragen wegen der Kupferverbindung Perlhühner diese nicht.

Auch an das kommende Frühjahr sollten wir jetzt schon denken, Schnittlauch und andere Kräuter für die kommende Zuchtsaison spätestens jetzt anpflanzen.
Wenn wir nun den restlichen Garten aufräumen, sollten wir nicht vergessen, die Brennesseln, die wir doch immer wieder vergessen haben auszureißen, zu bündeln und an einem trockenem Ort aufhängen.

Solch ein Bund ist an besonders garstigen Tagen eine willkommene Abwechslung für unsere Schützlinge. Jetzt kann man, wer nicht angebaut hat, Futterrüben und Futtermöhren kaufen und einlagern.
Hierbei ist darauf zu achten, dass wir keine gewaschenen Möhren einlagern da diese sich nicht halten. Auch daran sollten wir denken. An Tagen die besonders widrig sind, ist dies eine willkommene Abwechslung für unsere Tiere, wenn sie mal im Stall bleiben müssen, besonders viel dieser Beschäftigungsleckerchen werden wir benötigen, wenn es Minister Seehofer einfällt, unsere Tiere wieder komplett in den Knast zu stecken.

Auch müssen wir für die großen Rassen bei den Hühnern, welche einer zeitigen Brut bedürfen um für die Schauen fertig zu sein, an die Vorbereitungen zur Bruteigewinnung denken. Ausgewogene Ernährung wird eine Grundvoraussetzung für ein gutes Schlupfergebnis sein. Zur Deckung des Bedarfs an tierischen Eiweis kann man täglich einen Teil getrocknete Bachflohkrebse oder Garnelen reichen. Von der Verfütterung von Hundefutter würde ich abraten. Ebenso ist es immer ein Risiko das Geflügel mit Fleisch zu barfen. Die Verabreichung von Geflügelschlachtabfällen sollte spätestens seit den Geflügelpestausbrüchen im Dezember 2007 in Brandenburg verboten sein.

 

 
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