Federlinge

 

Federlinge

Federlinge sind flügellose Insekten, sie besitzen nur 6 Beine (im Gegensatz zu den Milben, wir erinnern uns 8 Beine, 4 Beinpaare). Ihr Körper ist lang und schmal, der Kopf breiter als die Brustpartie. Sie gehören zu den Mallophagen und gliedern sich in zahlreiche, meist wirtsspezifische Unterarten auf welche wir nicht näher eingehen wollen.

Ihre kräftigen Mundwerkzeuge sind in der Lage die Keratinschichten ( Federn, Horn) zu zerbeißen, wovon sie sich dann auch ernähren. Einige Halter bezeichnen den Federling auch gemein hin als Hühnerlaus. Das ist nicht richtig, da es beim Geflügel keine echten blutsaugenden Läuse mit schmalem Kopf gibt.

Ein Federlingspaar kann innerhalb einiger Monate bis zu 120 000 Nachkommen erzeugen. Besonders in der kühleren Jahreszeit, wenn sich die Tiere im Stall zusammen drängen ist Saison für Federlinge. Der Federling ist auf ein Leben auf dem Tier angewiesen. Ohne Wirte im leeren Stall überleben sie nicht länger als 14 Tage.
Er legt auch auf dem Vogel seine Eier (Nissen) ab, indem er sie an die Queräste der Federn pappt. Alle Entwicklungsstadien erfolgen auf dem lebenden Tier. Der Federling ist, wie die meisten Ektoparasiten lichtempfindlich, so dass wir die Quälgeister meist nur entdecken, wenn wir das Gefieder auseinander machen.

Die anhaftenden Nissen werden uns eher auffallen. Federlinge selbst haben -je nach Art- eine Größe von 1-3 mm. Die Entwicklungsdauer beträgt etwa 3 Wochen, somit sollte die Bekämpfung nach etwa 20 Tagen wiederholt werden. Hierbei kommen vor allem Spot-on-Präparate oder Puder zum Einsatz, auch hier gilt vom Tierarzt.
Bei Federlingsbefall sieht das Gefieder struppig und „angefressen“ aus. Die Tiere sind auch am Tage unruhig aber meist vor allem nachts und dieser Dauerstress führt zu Leistungsabfall.
Bei starkem Befall ist das gesamte Deckgefieder zerstört. In der Haut bleiben aber die Federschäfte erhalten, so dass sich ein Bestand mit dem defekten Gefieder bis zur nächsten Mauser blagen muss. Wenn das Gefieder seinen Zweck nicht mehr erfüllt stellen sich auch oft andere Krankheiten ein. Eventuell können wir versuchen, durch Futterumstellung, eine Mauser auszulösen.

Kopfdetail eines Federlings                                                            Federling im Ganzen

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